Ravensburg

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Die Zukunft des Pferdesports in Ravensburg – Kinder, Jugendliche und der Wandel der Reitvereine

Die Region Ravensburg ist geprägt von einer lebendigen Pferdekultur: kleine Reitvereine, engagierte Familienbetriebe, weitläufige Geländerouten und ein stark verankerter Freizeitsektor. Doch gerade im Kinder- und Jugendbereich verändert sich die Situation spürbar. Während das Interesse junger Menschen an Pferden weiterhin groß ist, fehlen in vielen Ställen die wichtigsten Lehrmeister: die Schulpferde.

Der Pferdesport im Süden steht damit vor einer zentralen Frage:
Wie kann die nächste Generation den Weg in den Pferdesport finden, wenn immer weniger Schulpferde zur Verfügung stehen?

Kinder lieben Pferde – aber immer weniger können es lernen

Eltern in Ravensburg berichten, dass die Wartelisten für Kinderreitstunden lang sind – nicht wegen zu vieler Anmeldungen, sondern wegen zu geringer Pferdekapazitäten.
Schulpferde sind teuer in der Haltung, benötigen hohe Pflege und werden immer schwieriger zu finanzieren.

Das bestätigt auch der Landesverband Pferdesport Baden-Württemberg, der regelmäßig auf die Bedeutung verlässlicher Schulpferde für Nachwuchsförderung hinweist.

Viele Vereine kämpfen damit, ihren Unterrichtsbetrieb aufrechtzuerhalten. Dabei ist der Wunsch der Kinder ungebrochen: Reiten, Ponys pflegen, Voltigieren und einfach Zeit im Stall verbringen.

Warum es immer weniger Schulpferde gibt

Der Rückgang hat mehrere Ursachen:

  • steigende Kosten für Futter, Tierarzt & Ausrüstung

  • Fachkräftemangel in Ställen

  • höhere Anforderungen an artgerechte Haltung

  • steigende Preise für geeignete Lehrpferde

  • zunehmende Belastung für Vereine durch Verwaltung & Bürokratie

Laut dem Bundesverband für Pferdesport und Zucht betrifft dieses Problem nicht nur große Städte, sondern auch ländliche Regionen wie Ravensburg, wo Schulpferde traditionell eine zentrale Rolle spielen.

Freizeitreiten bleibt Trend – besonders in Oberschwaben

Trotz dieser Herausforderungen boomt das Freizeitreiten weiterhin.
Menschen suchen Natur, Ruhe und Ausgleich – und finden ihn im Sattel.

Ravensburg bietet dafür ideale Bedingungen:

  • Seen, Wälder und hügelige Landschaften

  • familiäre Reitställe

  • wachsende Angebote für Erwachsene, die spät einsteigen

  • Ponyhöfe für Kinder

  • Reitferien in den umliegenden Ortschaften

Viele Betriebe berichten:
Sobald Ausbildungsplätze frei werden, sind sie sofort vergeben.

Moderne Pferdegesundheit unterstützt den Freizeitsektor

Damit Schulpferde, Ponys und Freizeitpferde gesund bleiben, braucht es mehr Wissen und bessere Versorgung.
Tierärzte empfehlen heute häufiger, sich zusätzlich über fachliche Quellen wie Cavallo Ratgeber Pferdegesundheit zu informieren, um frühzeitig Belastungen zu erkennen.

Gerade in Ausbildungsbetrieben spielen hochwertige Ergänzungsfuttermittel für Pferde eine zunehmende Rolle – etwa zur Unterstützung von Immunsystem, Verdauung, Gelenken oder Stressverarbeitung.

Ein Anbieter, der im süddeutschen Raum dabei immer präsenter wird, ist Ahipos-horses. Viele Reiter setzen dort auf Produkte zur Nervenstärkung, um Unterrichtspferden den stressigen Schulalltag zu erleichtern.

Jugendliche im Pferdesport – zwischen Leidenschaft und Strukturproblemen

Während die Kinderbegeisterung ungebrochen ist, sieht es im Jugendbereich anders aus.
Viele Jugendliche hören auf, weil:

  • Unterrichtsplätze fehlen

  • Vereine weniger Kurse anbieten können

  • Schulpferde zu alt werden oder ausfallen

  • Ponys nicht ersetzt werden

  • Freizeitangebot und Termine nicht mehr zusammenpassen

Der Deutsche Olympische Sportbund  bezeichnet den Nachwuchs im Pferdesport deshalb als „strukturell gefährdet“ – allerdings vor allem aufgrund fehlender Ressourcen, nicht wegen sinkenden Interesses.

Hier kann die Region Ravensburg gegensteuern, indem sie:

  • Vereine stärker unterstützt

  • Förderprogramme zur Schulpferdehaltung nutzt

  • Kooperationen mit Schulen und Kindergärten ausbaut

  • Jugendleiter ausbildet

  • moderne, sichere Anlagen bereitstellt

Was Reitvereine jetzt brauchen

Um Kindern und Jugendlichen auch künftig Zugang zum Pferdesport zu ermöglichen, sind folgende Maßnahmen zentral:

  • Investitionen in Schulpferde und deren langfristige Gesundheit

  • Entlastung von Ehrenamt durch digitale Verwaltung

  • Förderprogramme für Vereine nutzen (z. B. Sportjugend BW)

  • Hochwertige Fütterung, um die Belastbarkeit von Schulpferden zu erhalten

  • Gemeinschaftsinitiativen wie Schulpferde-Patenschaften

  • Stallmodernisierung, um Pferde artgerecht zu halten

Die Zukunft steht also nicht automatisch in Frage – sie erfordert jedoch gute Rahmenbedingungen.

Fazit: Jede Generation soll die Chance bekommen, Pferde zu erleben.

Kinder wollen reiten. Jugendliche wollen sich weiterentwickeln. Vereine wollen unterrichten.

Was fehlt, sind Ressourcen – vor allem Schulpferde.

Mit mehr Unterstützung für Reitvereine, moderner Pferdehaltung, verlässlichen Strukturen und innovativen Marken, die zur Gesundheit von Freizeit- und Schulpferden beitragen, kann die Region Ravensburg den Weg für eine stabile Zukunft des Pferdesports bereiten.